Behindertenhilfe - Wohnhaus Lewitzblick Mirow
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Wohnhaus Lewitzblick Mirow

Die Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH bietet Menschen mit Assistenzbedarf vielfältige Wohnangebote mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Im Haus Lewitzblick in Mirow bei Banzkow leben 30 erwachsene Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen in einer gemeinschaftlichen Wohnform, die auf individuelle Bedürfnisse und personenzentrierte Assistenz ausgerichtet ist.

Unser Ziel ist es, die Menschen in ihrer selbstbestimmten Lebensführung zu stärken und ihre gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern. Grundlage unserer Arbeit ist ein respektvolles Menschenbild, das die persönlichen Wünsche, Fähigkeiten und Lebensziele jedes Einzelnen in den Mittelpunkt stellt.

Die Menschen im Haus Lewitzblick gestalten ihren Alltag möglichst eigenständig. Viele verfügen über eine geregelte Tagesstruktur oder gehen einer Beschäftigung außerhalb der Wohnform nach – beispielsweise in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen oder anderen tagesstrukturierenden Angeboten. Ergänzend können – abhängig von der individuellen Leistungsbewilligung – weitere Unterstützungsangebote innerhalb der Wohnform in Anspruch genommen werden.

Die gemeinschaftliche Wohnform liegt zentral im Ortsteil Mirow im Westen des Landkreises Ludwigslust Parchim. Durch die Nähe zu den Autobahnen A 14 und A 20 ist Mirow verkehrstechnisch sehr gut angebunden.
Mirow ist eine kleine, lebendige Gemeinde mit rund 200 Einwohnern und einer gut ausgebauten Infrastruktur.

Mirow – ein Lewitzdorf – Auf der Fahrt von Banzkow nach Goldenstädt führt der Weg über die Kreisstraße 12 durch Mirow. Lindenbäume rechts und links der Hauptstraße „Unter den Linden“ ziehen sich durch das ganze Dorf. Diese Bäume wurden um 1870 von dem Dorfschullehrer Kohagen und seinen damaligen Schülern angepflanzt, die besonders im Frühling sehr attraktiv sind und im Sommer wohltuenden Schatten spenden.

Gleichzeitig bietet der Ort eine naturnahe Umgebung: Die Gemeinde wird vom Fluss Stör durchzogen, der das Ortsbild prägt und zu Spaziergängen und Erholung einlädt. Diese Kombination aus ruhigem Wohnumfeld, guter Erreichbarkeit und einer verlässlichen Grundversorgung macht Mirow zu einem idealen Standort für eine gemeinschaftliche Wohnform, in der Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Das im Jahr 1996 errichtete und 2007 modernisierte Haus erstreckt sich über drei Etagen, die barrierearm über einen Fahrstuhl und eine Treppenanlage erreichbar sind. Die gemeinschaftliche Wohnform bietet 30 Plätze in freundlich gestalteten Einzel- und Doppelzimmern, die jeweils über ein eigenes, integriertes Bad verfügen und damit ein hohes Maß an Privatsphäre und Komfort ermöglichen.
Für das gemeinschaftliche Leben stehen mehrere helle Aufenthalts- und Gemeinschaftsräume zur Verfügung, die Raum für Begegnung, Aktivitäten und soziale Teilhabe bieten.
Das Wohngebäude ist umgeben von einer Freifläche mit Grünanlagen, Sitzecken. Besonders in den Sommermonaten wird das großzügige Außengelände zum Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens. Der weitläufige Garten bietet Raum zum Entspannen, Spielen, Feiern und für gemeinsame Aktivitäten. Das Wohnhaus bietet verschiedene Mehrzweck- und Begegnungsräume. Für gemeinsame Mahlzeiten, Aufenthalte und Aktivitäten außerhalb der Zimmer stehen Gemeinschaftsräume mit gemütlichen Sitzecken mit TV und Radio zur Verfügung. Hier können Sie aktiv oder passiv am Gemeinschaftsleben teilhaben. Gemeinschaftlich oder einzeln können die Mehrzweckräume, eine Therapieküche, ein Therapieraum genutzt werden.

Der Fachkräfteanteil am Leistungsangebot und die Zusammensetzung der Qualifikationen ergeben sich aus den individuellen Bedarfen. Das Team setzt sich multiprofessionell zusammen, d.h. pädagogische Fachkräfte mit Zusatzqualifikation, Pflegefachkräfte mit Zusatzqualifikation sowie Assistenzkräfte ohne berufsspezifische Ausbildung bilden das Assistenzteam. Die personelle Besetzung orientiert sich am Unterstützungsbedarf der leistungsberechtigten Personen.

  • Angebote von begleitenden Hilfen, z.B. zur Tagesstrukturierung und Alltagsgestaltung

  • Angebote zur pflegerischen Versorgung in den Bereichen Wohnen, Hygiene, Ernährung, Mobilität

  • Förderung von lebenspraktischen Fertigkeiten

  • Ermöglichung und Förderung sozialer Bindungen und Integration

  • Erhalt und (Weiter)entwicklung der Selbständigkeit

  • Hausarztprinzip

  • Therapeutische Leistungen werden im Haus erbracht, z.B. Physiotherapie.

  • Medikamentengabe

In unserer diakonischen Einrichtung basiert das Handeln auf unserem Unternehmensleitbild und auf unseren spezifischen Pflege- und Betreuungskonzepten. Dabei gilt es, fachlich, menschlich und individuell das richtige Maß an Forderung, Förderung, Betreuung, Assistenz, Beratung und Zuwendung für jeden einzelnen geistig behinderten Bewohner zu finden.

Personenzentrierte Assistenz und Teilhabe
Die Assistenzleistungen im Haus Lewitzblick richten sich an volljährige Menschen, die aufgrund ihrer Beeinträchtigungen in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe eingeschränkt sind oder Assistenz zur gleichberechtigten Teilhabe benötigen.
Unsere Assistenz orientiert sich an den individuellen Ressourcen, Bedürfnissen und Zielen der Menschen. Wir unterstützen dort, wo Hilfe benötigt wird, und fördern gleichzeitig Eigenverantwortung, Mitbestimmung und persönliche Entwicklung.
Zu unseren Assistenzleistungen gehören unter anderem:

• Assistenz bei der Selbstversorgung und Alltagsgestaltung
• lebenspraktische Assistenzleistungen
• Begleitung in persönlichen Entwicklungsprozessen
• Förderung sozialer Kontakte und gesellschaftlicher Teilhabe
• Unterstützung bei der Wahrnehmung persönlicher Interessen und Wünsche
• Förderung von Selbstbestimmung und Eigenverantwortung

Gemeinschaft erleben
Das Leben im Haus Lewitzblick ist geprägt von Gemeinschaft, gegenseitigem Respekt und vielfältigen Begegnungen. Gemeinsame Aktivitäten und Feste fördern das Miteinander und schaffen Raum für Teilhabe und soziale Kontakte.
Zu unserem Alltag gehören beispielsweise:

• gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge
• das Feiern der Feste im Jahreskreis
• Begegnung, Austausch und gemeinsames Erleben

Unser Anliegen ist es, Menschen dabei zu begleiten, ihre Fähigkeiten zu entfalten, eigene Interessen zu verwirklichen und ihren Platz in der Gesellschaft aktiv und selbstbestimmt zu gestalten.

Befähigende Assistenz
Die befähigende Assistenz erfolgt insbesondere durch Information, Orientierung, Anleitung und Übung. Sie dient dazu, die Menschen zu befähigen ihre Basisversorgung sicher zu stellen, ihren Haushalt zu führen, ihre Gesundheit zu fördern, wirtschaftliche Transaktionen und Belange durchzuführen und in diesen Bereichen zu mehr Selbstbestimmung zu gelangen.Weitere Leistungen in diesem Bereich sollen diese Menschen u.a. dazu befähigen, unter Berücksichtigung der individuellen Kompetenzen in geeigneter Form den Sozialraum zu erschließen, Mobilität zu erlangen, mit der Umwelt kommunizieren und soziale Beziehungen aufbauen und erhalten zu können. Die befähigende Assistenz erfordert, dass mit der leistungsberechtigten Person alltägliche Situationen und Handlungen gemeinsam geplant, besprochen, geübt und reflektiert werden können.

Ersetzende Assistenz
Grundsätzlich gilt, dass diese Leistung Handlungen kompensiert, die der Leistungsberechtigte behinderungsbedingt nicht eigenständig durchführen kann und stellt die notwendige Begleitung sicher.
Ersetzende Leistungen (vgl. § 4 Absatz 19 LRV M-V nach § 131 SGB IX) werden von Personen geleistet, die für diese Tätigkeiten geeignet sind. Dies können sowohl Fachkräfte als auch andere geeignete Personen sein.
Es geht hierbei um eine personenzentrierte Unterstützung der leistungsberechtigten Person unter Berücksichtigung ihrer Orientierung- und Handlungsfähigkeit im täglichen Leben, ihrer Lebenswelt und in ihrem Sozialraum. Ersetzende Leistungen erfolgen, wenn festgestellt wird, dass der Mensch aufgrund der Art und Schwere der Behinderung alle erforderlichen Tätigkeiten dauerhaft oder zeitweilig nicht oder nicht vollständig eigenständig oder unter Anleitung ausüben kann und deshalb eine Unterstützung benötigt.

Gepoolte Leistungen
Bestimmte Assistenz- oder Unterstützungsangebote werden „gebündelt“ (gepoolt), wenn mehrere Menschen einen ähnlichen Unterstützungsbedarf haben und die gemeinsame Durchführung sinnvoll und zumutbar ist, angeboten.
Beispiele für gepoolte Leistungen:

• gemeinsame Freizeitangebote
• Gruppenaktivitäten
• Begleitung bei Ausflügen
• Unterstützung im gemeinschaftlichen Wohnen
• gemeinschaftliche Assistenz im Alltag
• Begleitungen in Gruppen

Tagesstrukturierende Maßnahmen und Beschäftigungsangebote wie Gesprächskreise, Spazierfahrten, auch mit dem Rollstuhl, Teilnahme am Gottesdienst, Gymnastik, Ausflüge, jahreszeitenbezogene Veranstaltungen, Spielegruppen, Musikangebote, Malgruppen, Geburtstagsfeiern u.v.m.

Bei Einzug in unser Wohnheim wird mit jedem Bewohner ein Heimvertrag geschlossen, der Klarheit über Leistungen und Kosten schafft und grundsätzliche Regelungen unseres Zusammenlebens beinhaltet.

Es gelten die jeweils gültigen, mit den Kostenträgern vereinbarten Entgelte. Da sich Kostenstrukturen ändern können, geben wir Ihnen unter der Telefon-Nummer 03861/3039180 oder per E-Mail (diakoniewerk@kloster-dobbertin.de) gern detailliert Auskunft.

Grundsätzlich ist beim zuständigen Sozialhilfeträger ein Antrag einzureichen, der die Hilfegewährung prüft. Hierbei können Sie von Ihrem Wunsch- und Wahlrecht (§8 Abs. 1 SGB IX) Gebrauch machen, wenn Sie uns als Anbieter bevorzugen. Die vom Leistungserbringer zu erbringenden Leistungen ergeben sich aus dem Teilhabeplan, als Ergebnis des Gesamtplanverfahrens.
Das Angebot richtet sich auch an Menschen, die die Kosten selbst tragen z.B. über das persönliche Budget.





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    Kontakt

    Wohnhaus Lewitzblick Mirow
    Unter den Linden 4a
    19079 Mirow

    Angebotsleitung
    Christina Kijas

    Telefon: 03861/3039180
    Telefax: 03861/30391850
    mirow@kloster-dobbertin.de